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Ein Wochenende in DonnersbachwaldDieses Wochenende waren Sabine und ich auf den Bergen, um Schi zu fahren. Wir waren in Donnersbachwald. Das ist ein Dorf, das so ähnlich aussieht wie es heißt. Dort gibt es alles was das Herz begehrt: Einen ADEG, der so groß ist, wie ein durchschnittliches Wohnzimmer, eine Sparkasse mit Bankomat, und ein Hotel mit Hallenbad. Wobei das vorletzte für mich von Bedeutung ist und das letzte für Sabine. Doch das darf man nicht ganz so streng trennen: Ich gehe auch gerne baden und Sabine gibt auch gerne Geld aus, aber Sabine ist eben diejenige die immer für eine Unterkunft mit Bad plädiert. Damit jetzt nicht eine falsche Meinung entsteht, möchte ich noch klarstellen, das wir uns die Ausgaben teilen. In Zeiten wie diesen weiß man ja nie, wer die Mails alles liest und damit mir Sabine nicht zu böse ist, muß ich das einfach schreiben. Zum Schifahren ging es auf die Riesneralm. Das ist der Hausberg von Donnerbachwald. Ein Schigebiet mit 1 1/2 Schleppliften und 1 Sessellift. Doch toll ist, das die Wartezeiten an den Liften sehr kurz bzw. meist überhaupt nicht vorhanden sind. Und die Pisten waren in prächtigen Zustand. Eine Piste ( eine rote ) wurde zu Sabines Lieblingsabfahrt. War auch wirklich eine tolle Piste. Nicht so steil, das man sich abseilen mußte, aber auch nicht so flach, das man nur durch staffeln weiterkam. Es gab auch noch eine blaue Piste, aber die war uns zu einfach. Von dieser sind wir aber nur zwei Mal ein kleines Stück davon gefahren. Und dann gab es noch eine Schwarze. Und meine Sabine, ehrgeizig wie sie ist, hat auch diese einmal probieren müssen. Diese Piste war nämlich gemein. Von der Bergstation des Liftes ging ein ganz flacher Weg zur schwarzen Piste. Das einzige, das etwas schlimmes vermuten ließ, war, daß die Tafeln am Rande schwarz waren. Doch das hat Sabine nicht sonderlich geschreckt. Um so meinte sie, sie will auch einmal zur "Schwarzen". Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann kann man ihr das nur sehr schwer wieder ausreden und so erfüllte ich ihr diesen Wunsch. Als wir dann am Kopfe des Hanges angekommen sind, gab es kein zurück mehr. So ein Hang mit ca. 500 m Höhenunterschied und ca. 2 km Länge ist schon recht beeindruckend, wenn man oben steht. Aber nach einem kurzen Schock meisterte Sabine auch diesen Hang und so kamen wir auch auf diesem Weg wieder sicher zur Talstation. Zur Abwechslung gabs dann wieder die rote Piste, die dann gleich um noch vieles einfacher war. Aber etwas ganz Neues habe ich dieses Wochenende beim Schifahren erlebt: Ich sah den Schnee vor meinen Schi, ich sah die Berge rund um mich, ich sah blauen Himmel und ich sah die Sonne. Das waren völlig neue Entdeckungen nach der Obertauernwoche, in der ich glaubte, die Welt endet 2 m vor meinen Schispitzen. Aber alles Neue hat auch seine Tücken, weil man nicht weiß wie man damit umgehen soll. Und so sitze ich jetzt da: Jedesmal wenn ich meinen Kopf bewege, spannt und zieht die Haut, mein Gesicht und besonders der Hals brennt wie Feuer. Besonders am ersten Tag war die Freude über die Sonne größer als jeder Gedanke an Sonnencreme. Was bin ich froh, daß ich jetzt wieder in meinem Büro sitze. Und wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, dann ist draußen ein richtig beruhigendes Wetter: Hochnebel und etwas trüb. Es sieht so aus, als wollte sich Petrus für meine Brandwunden entschuldigen in dem er jetzt wieder die Sonne hinter den Wolken versteckt. Sabine hat es heute auch gut, weil die hat heute noch immer Urlaub und sie wird wahrscheinlich gerade ans aufstehen denken. Die Welt ist ja so ungerecht. Aber übermorgen, da wird sie auch wieder arbeiten und ihre Mails lesen und mit mir schimpfen, daß ich unsere Urlaubserlebnisse ausplaudere. Aber was soll ich den tun. Soll ich vielleicht arbeiten, während sie ihren Urlaubstag genießt. Und das Mail-Schreiben ist ein guter Kompromiß. Ich arbeite nicht, aber ich bekomme trotzdem bezahlt. Fast so toll als Urlaub haben. Und was auch noch toll ist: Ich gehe heute in unsere Kantine Mittagessen und sie muß sich das essen selber kochen. Vielleicht ist die Welt ja gar nicht so ungerecht. Obwohl so ein selbst gekochtes Essen zu Hause ist eben doch besser als unsere Mittagskantine. So aber jetzt schicke ich diese Mail einmal ab, damit ihr sie auch lesen könnt. Ich hoffe ihr freut euch ein klein wenig an unserer Urlaubsgeschichte und paßt gut auf wenn beim Schifahren die Sonne scheint. schöne Grüße Gerald | |||||||||||||||||||||
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