| |||||||||||||||||||
|
Moritz-Tagebuch 3. Jahr Hier steht alles, was ich zwischen meinem 2. und meinem 3. Geburtstag gemacht habe: Was bisher geschah (Stand Ende Mai 2003): Ich kann gehen, laufen, hüpfen, klettern, rutschen und runter fallen. Ich bin ein sehr freundliches Kind und sage immer brav "bitte" und "danke". Ich grüße andere Leute so lange mit "Hallo", bis sie mich auch ganz sicher bemerken. Ich bin da viel ausdauerender als die Großen. Die Erwachsenen hören meist schon nach dem 5. Hallo auf, mich zurückzugrüßen.
Und ich kann reden - sogar viel reden. Ich kenne den Unterschied zwischen einem Segelflieger, einem Motorflieger und einem Hubschrauber. Letztere kann ich sogar am Klang voneinnader unterscheiden, noch lange bevor ein Großer überhaupt bemerkt hat, das irgendwo irgendetwas herumfliegt. Und jeden erspähten Flieger zeige ich natürlich sofort meinem Papa und meiner Mama. Seit ein paar Wochen brauche ich tagsüber auch keine Windel mehr, sondern nur mehr Unterhosen. Immer öfter schaffe ich es, Lulu und A A wie die Großen zu machen. Dabei ist es mir ziemlich egal, ob ich das am Topf oder am WC-Sitz mache. Und unterwegs gehe ich auch schon auf ganz normale Klos, ohne Kindersitz. Am lustigsten ist es aber, einfach in der Wiese die Bäume zu gießen. Im Wasser fühle ich mich sehr wohl. Ganz egal ob im kleinen Plantschbecken zu Hause oder im Schwimmbad. Ich hab überall meinen Spaß. Zuhause stellt mir Mama manchmal die Rutsche vom Spielhaus ins Plantschbecken. Da kann ich dann ins Wasser rutschen und mit etwas Glück dabei sogar meine Mama nachspritzen. Aber zu Not spiele ich auch mit dem Wasserschlauch, mit einer Gießkanne oder einfach mit einem Becherl in der Badewanne. Einmal in der Woche geht Mama mit mir zur Spielgruppe. Dort darf ich dann mit anderen Kindern gemeinsam was basteln oder spielen. Heute (26. Mai) gehen wir auf einen Bauernhof und schauen uns ganz genau an, welche Tiere es dort gibt. Mit meiner Schwester spiele ich auch sehr gern. Die kann so schön blödeln. Da springen wir zum Beispiel von unserer Ikea-Banane auf eine Matratze und dann hüpfen wir weiter bis zum Bücherregal und "muhen" es an. Und damit es nicht fad wird, sagen wir beim nächsten Hupfer Miau, Ih-Ah, oder Wau Wau zum Bücherregal.
Mit dem Hüpfen kann ich meinen Eltern ganz schön Angst machen. Da klettere ich auf das Armteil des Sofas, schau mit fragenden Blick zu meinen Aufpassern und nachdem mir alle gesagt haben, ich soll wieder vorsichtig zurücksteigen, hüpf ich runter. Und das kommentiere ich dann mit den Worten "Ja, geht" . Ich bin ein guter Hüpfer und schaffe es immer wieder meine Eltern damit zu beunruhigen ohne das mir was passiert. Mein Papa werkelt noch immer am Dachboden. Ich täte ihm ja so gern helfen, aber er nimmt mich nie mit nach oben. Aber schön langsam sieht man wenigstens schon, das er was tut. Die Badezimmerwände stehen schon und auch an der Decke sind schon einige Platten festgeschraubt. Mama geht in letzter Zeit immer sehr früh schlafen. Nach 8 ist sie nur selten wach anzutreffen. Ich bin da ganz anders, ich kann um 6:00 Uhr früh aufstehen und am Abend den Papa trotzdem noch bis 22:00 wach halten. Obwohl, wenn ich das vor habe, dann lege ich mich am späten Nachmittag auch für ein paar Stündchen auf Ohr. Wenn ich kein Mittags- oder Nachmittagsschlaferl mache, dann zieht es mich um 6 schon sehr in Richtung Bett.
| ||||||||||||||||||